Swing Outfit: Put on your dancing clothes Teil 4

Modisch abROCKen Teil 4: Swing

Wer hätte das noch vor Jahren gedacht: Eine wahrliche Swing-Welle überrollt Deutschland, vielleicht ganz West-Europa. Herkömmliche Kneipen mutieren regelmäßig zu Swingsalons. Electroswing begeistert auch die hippe Jugend für den bisher etwas angestaubt, altmodischen Tanz und kombiniert so gekonnt und ungewöhnlich die freshe Jugendkultur des Electro mit dem Musikstil der 20er- und 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Allwöchentlich wird in Deutschlands Großstädten nun das Tanzbein geschwungen, als befände man sich auf einer Zeitreise in das Amerika vor etwa hundert Jahren, als spielte nicht die Blueray-CD oder tönte die Dixie-Jazz-Band aus den Lautsprechern, sondern als stünde sie leibhaftig vor einem. Eine Horde junger Musiker bilden die Big Band. Als wären sie das Duke Ellington Orchestra oder Glenn Miller persönlich, spielen sie Klavier, Saxophon, Trompeten, Schlagzeug oder Bass, die Stimmung kocht – und mittendrin: Du – in Shirt und Straßenjeans? Niemals! Denn um die Stimmung der 1920er Jahre in den USA so richtig aufleben zu lassen, muss auch das richtige Outfit her, in dem es sich gut tanzt und das zudem noch der absolute Hingucker auf der Tanzfläche ist. Mit dem Retrotrend, das heißt, dem Aufkommen der Swingkultur in den letzten Jahren in Europa, hat auch eine ganze Modeszene Einzug gehalten. Viele Fans des Swing schneidern sich ihre Kostüme gar selbst. Ob Punkte, Karomuster, Schleifen, swingend-schwingende Röcke oder biedere Kleidchen, Chiffon oder Jersey – der Fantasie sind dabei überhaupt keine Grenzen gesetzt. Denn so wild und gemischt die Musik, so verschieden sind die modischen Konventionen, die sich rund um den Swing herauskristallisiert haben. Wer auf der Suche ist, hat es definitiv nicht schwer: Denn in Anbetracht der neuen Swing-Welle haben Onlineshops wie ASOS ganze Linien und Kategorien zum Thema Swing-Kleider – vornehmlich für Damen – in ihren Shops aufgenommen. Es gibt sogar eine Marke, die sich nach diesem Tanz benannt hat. Wer also schnell Erfolg haben möchte, bei der Suche nach dem ultimativen Swing-Kleidungsstück, der sollte durch die weiten Welten der Onlineshops stöbern. Trotzdem gibt es einige Richtlinien zu beachten, um erfolgreich die modische Swingkönigin des Abends zu werden.

Swing Kleid

Swing Kleid

Mit Kleidern im Stile der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts kann man auf keinen Fall etwas falsch machen. Wer die etwas biederen Kleidchen, die meist über das Knie gehen, etwas aufpuschen möchte, der kann auf gepunktete Muster zurückgreifen. Vor allem blau-weiß gepunktete Kleider in Seemannsoptik machen den Look der schicken Mädels der 1930er Jahre aus. Wer dazu Perlenketten, Ohrringe und roten Lippenstift kombiniert ist modisch auf der sicheren Seite und vielleicht sogar der Hingucker auf der Tanzfläche. Selbst die Pumps, die zum Kleid getragen werden, dürfen dann bunt und vorallem gepunktet sein! Ausgestellte Röcke à la Petticoats sehen nicht nur super schön aus, sie machen auch richtig Lust, die Hüften schwingen – oder sollte es besser „swingen“ heißen – zu lassen. Auch der sogenannte A-Linien-Rock erinnert in seiner Optik an die goldenen 20er und noch 30er Jahre des 19. Jahrhunderts und sitzt super bequem auf den meisten weiblichen Hüften. Wer dazu eine gemusterte Strumpfhose kombiniert, hat sich schnell ein funky Outfit selbst gebastelt. Leichte Blusen- und Sommerkleider sind ebenfalls der Renner, wenn es zum Swing-Tanztee in die nächste Kneipe geht, dazu sind klassische Plateauschuhe angesagt – dann lässt es sich so richtig gut zu Glenn Miller oder der heimischen, neugegründeten Jazzband swingen. Wer es besonders trendy und dennoch authentisch mag, der setzt auf Jeansblusen, die nicht nur vor gut hundert Jahren, sondern auch jetzt wieder in Mode sind – mit einem feinen Unterschied: Zu echten amerikanischen Swingzeiten band sich die Frau von Welt die Bluse gerne vorne zu einem Knoten zusammen. Der Knoten kann natürlich nach belieben weit hoch oder tief gesetzt werden und nach Ende der Veranstaltung aufgelöst werden – genauso wie das fesche Halstuch, das sich vielleicht auch noch in Omas Kommode findet und den Look richtig gut abrunden kann.

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