Haute Couture Definition im Mode-Lexikon

Haute Couture [ot kuˈtyːʁ]

Der Begriff Haute Couture kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „gehobene Schneiderei“. Das italienische Pendant zur Haute Couture ist die sog. Alta Moda („hohe Mode“). Im Gegensatz zur Prêt-à-porter-Mode bezeichnet die Haute Couture im Allgemeinen sehr aufwendig gefertigte, luxuriöse Stücke, die unter Verwendung hochwertiger Materialien maßgeschneidert werden.

Der Begriff ist in Frankreich geschützt und darf nur unter Einhaltung bestimmter Kriterien bei Fertigung der Stücke verwendet werden. Darüber wacht der Modeverband Chambre Syndicale de la Haute Couture. Modefirmen müssen sich jährlich beim Verband bewerben, um ihre kommenden Kollektionen mit dem Prädikat „Haute Couture“ schmücken zu dürfen. Die Kriterien sind bspw. eine bestimmte Anzahl Vollzeit Angestellter, ein Unternehmenssitz in Paris (Ausnahmen sind möglich) sowie die Produktion von Unikaten für Tages- und Abendmode.

Als Abwandlung der Haute Couture gibt es weiterhin noch die „Couture“-Mode. Diese wird von Marken produziert, die von der Chambre Syndicale als Gäste in der jeweiligen Saison eingeladen werden, ihre Kollektionen vorzustellen. Viele Modenhäuser, die mehrfach als Gäste Couture-Mode produzieren durften, wurden später Vollmitglieder und durften dann auch Haute Couture-Kollektionen fertigen.

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