Boarden wie Shaun White – ein Style-Ratgeber für die Piste

Burton Jacken

Einfarbige Jacken sind diesen Winter auf jeden Fall angesagt – hier von Burton

Winter ist Boarderzeit. Klirrende Kälte, weiße Pisten – der Traum aller Snowboardfanatiker. Doch zu einem perfekten Tag auf dem Brett reicht es nicht, das Teil festzuschnallen und einfach loszuspreschen. Das richtige Equipment und die passende Kleidung sind ebenso essentiell und müssen sorgfältig ausgewählt werden. Wir haben uns mal umgeschaut, mit was der geneigte Wintersportler 2012 seinen Astralkörper umhüllen sollte, um sich stilecht und gekonnt auf der Piste in Szene zu setzen.

Was viele vor lauter Style vergessen, sind die eigentlichen Basics. Egal, wie geil deine Klamotten für die Piste aussehen, es nützt dir nichts, wenn du dir darin den Arsch abfrierst weil sie von schlechter Qualität sind. Sparen an der Wintersportmode heißt Sparen an der falschen Stelle. Und wer will schon seinen hochverdienten Winterurlaub abbrechen, weil er sich am zweiten Tag auf der Piste eine Nierenentzündung geholt hat?

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Wichtig ist auf jeden Fall, dass es sich um Kleidung handelt, die auch wirklich fürs Snowboarden konzipiert und hergestellt wurde. Für „untendrunter“ sind T-Shirt und Baumwollpulli eher ungeeignet, stattdessen sollte man lieber auf Fleece setzen. Fleece hält warm und vermeidet, dass du irgendwann auf der Piste in deinem eigenen Schweiß badest.

Für drüber gilt es vor allem darauf zu achten, dass sowohl Jacke als auch Hose atmungsaktiv und zugleich wasserdicht sind. Letzteres verrät dir ein Blick auf die sogenannte „Wassersäule“ bei Wintersportkleidung. Sie zeigt dir an, wie wasserdicht der Stoff tatsächlich ist. Mit 10.000 mm Wasserdichte bist du gut für die Piste gewappnet, denn hier sind die Nähte durch eine spezielle Beschichtung komplett verschlossen. Achte auch auf einen hohen Kragen sowie einen Schneefang, dann können dir weder Nässe und Schnee, noch Wind etwas anhaben.

Stylemäßig hatte man in den letzten Jahren auf der Piste (wie auch auf der Straße) des Öfteren das Gefühl zurück in die 80s katapultiert worden zu sein. Stöbert man durch die Kollektionen der einschlägigen Marken, findet man viel Dreck, der momentan Konsens zu sein scheint. Damit hebst du dich ganz sicher nicht von der Masse ab. Kariert, seltsame sechsfarbige Schachbrettmuster oder mehrfarbig schräg gestreift sind so was von played out, dass du sie getrost ignorieren kannst. Du solltest bei deiner Wahl also im Jahr 2012 einen Gang zurückschalten. Grundsätzlich ist aber nichts gegen grelle Farben einzuwenden. Egal ob knalliges Gelb oder ein knackiges Rot, das ist alles legitim. Jedoch solltest du darauf achten, einfarbige, maximal zweifarbige Teile ohne übertrieben auffällige Muster zu tragen. Doch auch schlichte Farben wie grau oder schwarz machen schon alleine deshalb was her, weil sie zur Ausnahme geworden sind. Perfektioniert wird das Outfit, wenn sich die Farben deines Boards irgendwie in deiner Kleidung wiederfinden – das Sahnehäubchen, sozusagen.

Was Marken angeht, kannst du zu den einschlägig bekannten Namen wie Burton über 686, Nitro und O’Neill greifen. Auch Nike bietet in seiner Nike 6.0-Linie den ein oder anderen Hingucker an. Solange die Qualität stimmt, musst du aber nicht unbedingt zu den teuersten Modellen greifen. Andererseits solltest du aus Kostengründen auch nicht den minderwertigen Stuff kaufen. Lass dich im Zweifelsfall am besten im Laden von Leuten beraten, die Ahnung haben.

Zuletzt noch ein paar Worte zu den Accessoires: Natürlich müssen sie mit dem restlichen Outfit abgestimmt sein. Handschuhe in stilechtem Schwarz passen zu fast allem und sind zeitlos. Du musst dir also keine Sorgen zu machen, damit im nächsten Jahr abfällige Blicke zu ernten. Achte aber auch hier auf Qualität, schließlich möchtest am Ende des Tages noch deine Finger spüren.

Bei Brillen kannst du ganz nach deinem persönlichen Geschmack entscheiden, ob du das verspiegelte oder schwarze Glas wählst, akzeptiert ist grundsätzlich beides. Ein guter UV-Schutz und bruchsicheres Kunststoffglas sind jedoch Pflicht. Hier wirst du wohl nicht darum herumkommen, ein paar Euro mehr auf den Tisch zu legen.

Entscheidend bei der Zusammenstellung deines Outfits ist also, einen Mittelweg zwischen Qualität, Funktionalität und guten Aussehen zu finden. Doch wenn du alle unsere Tipps befolgt hast, dann steht deiner Krönung zum Pisten-Style-König der Saison nichts mehr im Wege. Glückwunsch, eure Majestät!

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