Auslandsbestellungen – ein Ratgeber

Givenchy Sneaker

Bei ssense. com aus den USA kostet der Sneaker umgerechnet 555 Euro, bei LuisaViaRoma aus Italien 670 Euro. Jedoch sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben!

Wenn die gewünschte Levis-Jeans mal wieder außerhalb des eigenen Budgets liegt, die Ray Ban den Preisrahmen sprengt oder die exklusiven Nikes in der Special Edition hierzulande einfach nicht erhältlich sind, zieht das freudige Shoppingherz gerne mal den Auslands-Bestellungsjoker. Dabei finden sich die gesuchten, exklusiven Stücke meist spielend leicht und sind zudem (trotz höherer Versandkosten) häufig um einiges günstiger als in deutschen Läden. Doch wer sich dazu entschließt, die Bestellung auf ominösen Seiten in fremden Sprachen zu tätigen, sieht sich häufig der ein oder anderen Hürde ausgesetzt, die es zu überwinden gilt. Wir haben die fünf wichtigsten dieser Hürden zusammengetragen und erklären euch, wie ihr kleine und große Problemchen umgeht und die gewünschte Ware heil bei euch ankommt.

Hürde Nummer 1: Die Sprache

Bevor du statt dem ausgefallenen Sonnenbrillenmodell versehentlich eine Ladung feinstes afrikanisches Elfenbein bestellst, schnapp dir jemanden, der der Sprache mächtig ist, die in dem Land gesprochen wird, aus dem du deine Ware bestellst. In 90 Prozent der Fälle sollte das Englisch sein. Falls Englisch nicht so dein Ding ist, sollte es kein Problem sein, jemanden in der näheren Umgebung  zu finden, der dich unterstützen kann. Klick jedenfalls nichts an, was du nicht einhundertprozentig verstehst.

Hürde Nummer 2: Die Zahlungsform

Mit deiner EC-Karte oder gar einer Zahlung per Nachnahme oder Rechnung wirst du bei Bestellungen aus dem Ausland vermutlich nicht weit kommen. Wohl oder übel wirst du in vielen Fällen keine andere Wahl haben, als deine Kreditkarte zu belasten. Aus Gründen der Datensicherheit machen dies viele Leute – was auch durchaus nachvollziehbar ist – äußerst ungern. Abhilfe schafft in vielen Fällen das Anlegen eines PayPal-Kontos. Da PayPal weltweit bei vielen Online-Händlern als Partner fungiert, kannst du bei den meisten Auslandsbestellungen damit relativ sicher zahlen und musst dir zudem keine Sorgen um die Weitergabe irgendwelcher Kontodaten machen. Zudem kommt auf das PayPal Konto in der Regel ohnehin nur der Betrag, den du auch ausgeben willst. Überzogene Abbuchungen macht das quasi unmöglich.

Hürde Nummer 3: Das Land, aus welchem die Ware bestellt wird

Auch wenn es etwas blöd klingt, aber es gibt einfach Länder bei denen man bei Auslandsbestellungen etwas vorsichtiger sein muss, als bei anderen. Fast jeder hat einen Bekannten, Verwandten, Freund oder Freundesfreund, der mysteriösen Ebay-Importeuren schon einmal auf den Leim gegangen ist, die ihm gefakte Ipod-Kopfhörer aus China vertickt hatten. Ganz ähnlich verhält es sich mit vermeintlich originalen Adidas-Tretern oder dem angeblich hochwertigen Gucci-Schal. Mit Händlern aus Fernost sollte man vorsichtig sein. Überprüfe die Seite, von der du bestellst, daher lieber zweimal auf Seriosität. Google nach Kundenbewertungen und verlass dich nur im Ausnahmefall auf dein Bauchgefühl (welches du aber wiederrum auch nicht unterdrücken solltest – ist oftmals auch ganz hilfreich).

Hürde Nummer 4: Der Zoll

Ja ja, die Damen und Herren Beamten vom Zoll machen oftmals kurzen Prozess bei illegal importierten Waren. Während es bei Bestellung innerhalb der EU-Grenzen aber so gut wie nie zu nennenswerten Problemen kommt, besteht bei gefälschter Ware vom anderen Ende der Welt schon eher eine Gefahr. Gerade bei Klamotten kann es schnell mal passieren, dass man ein paar Fake-Produkte statt dem Original erwischt. Egal, ob man sich als Kunde dessen bewusst ist oder nicht: wenn der Zoll kontrolliert und eine Fälschung findet, wird diese gnadenlos eingezogen. In dem Fall bleibst du auf deinen Kosten sitzen. Freundlicherweise darfst du dann zur Vernichtung der von dir bestellten Fake-Ware zustimmen, bevor sie ab in die Schrottpresse wandert.

Hürde Nummer 5: Das Rückgaberecht

Das Rückgaberecht macht bei Auslandsbestellung häufig Probleme. Oft ist es aufgrund international kaum geregelter Sachlage nicht so leicht, den zu großen Pulli einfach zurückzuschicken und das Geld ausgezahlt zu bekommen. Allerdings bieten viele Händler, die auch international tätig sind, ein ordentliches Rückgaberecht, wie man es aus Deutschland kennt, an. Natürlich musst du aufgrund der längeren Versandwege auch ein bisschen mehr Zeit zum Hin-und-Herschicken einberechnen. Bei wirklich seriösen Verkäufern sollte das aber kein Problem sein. Auch hier gilt: Augen auf beim Kleidungskauf. Wer auf seinen gesunden Menschenverstand vertraut, Bewertungen liest und nicht allzu lässig mit seinen Daten umgeht, wird mit den Online-Shops im Ausland nicht weniger Freude haben, als mit den hiesigen und schon sehr bald die gewünschten Special-Nikes an seinen Füßen spazieren tragen.

Eine Antwort

  1. koma jack

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