Karl Lagerfeld und die Sonnenbrillen

Sie ist nicht nur Lagerfelds permanenter Begleiter, sondern auch das unverkennbare Markenzeichen des Modegurus: Die Sonnenbrille. Lagerfeld, der selber einmal erzählte, dass seine Augen besonders empfindlich sind, ist ohne das stylische Accessoire kaum zu denken. Nur wer Glück hat und einige seltene Aufnahmen aus den frühen Jahren Lagerfelds ergattern kann, ist in der Lage, ihn ohne die Sonnenbrille zu sehen. Lagerfeld, der eine steile Karriere hinlegte, entschied sich erst relativ spät, seine eigene Marke zu gründen. Vorher war die Arbeit für Chanel, Fendi und Chloé einfach zu aufreibend gewesen als das er sich voll und ganz einer Kollektion unter eigenem Namen widmen konnte. Heute ist Lagerfeld eine Weltmarke.

Karl Lagerfeld weiß nicht nur sich, sondern alle Produkte zu bewerben. Als Werbestar für Autohersteller ist das Genie genau so gefragt wie für Plüschtiere. Doch an dieser Stelle soll es nicht um die Werbefigur Lagerfeld gehen, sondern wir wollen uns mit den Sonnenbrillen aus dem Hause Lagerfeld befassen – immerhin ist dies der Schwerpunkt unseres Blogs. Denn auch wenn die Sommerzeit mit den vielen Sommerstunden bald Geschichte sein wird – es lohnt sich immer eine stylische Sonnenbrille in der Schublade zu haben.

Lagerfeld Sonnenbrille

Karl Lagerfeld Sonnenbrille

Die Sonnenbrillen von Karl Lagerfeld – Klasse statt Masse

Es ist schon erstaunlich: Lagerfeld scheint sich einfach immer von der Mehrheit abheben zu müssen. Während die meisten Designer ein Gros ihrer Sonnenbrillen-Kollektionen in den Sommerkollektionen oder den Resort-Kollektionen auf den Markt wirft, scheint Lagerfeld eine andere Strategie zu verfolgen. Der Maestro bietet uns seine neuen Kreationen nämlich nicht im Sommer an, sondern im Winter – und das, obwohl Lagerfeld in Paris wohnt. Paris ist im Winter quasi dafür berüchtigt, verregnet und grau zu sein. Man denke nur an den viel gescholtenen Begriff „Paris Sky´s“. Doch Paris hin oder her: Lagerfeld hat uns zwar nur einige wenige, dafür aber ganz wunderbare Sonnenbrillenmodelle gezaubert, die wir jetzt etwas genauer unter die Lupe nehmen wollen. Ziemlich einhellig kann man sagen, dass Lagerfeld vor allem seinen eigenen Stil folgt. Wenn man seine letzten Fernsehauftritte gesehen hat, so musste man feststellen, dass es ihm unterschiedliche Varianten der guten alten Aviator-Glasses oder Fliegerbrillen angetan haben. Diese Modelle sind keine Neuheiten, sondern schon seit vielen Jahrzehnten auf dem Markt und gefallen nicht mehr nur Jetpiloten und der Bomberbesatzung. In den letzten Saisons hat man diese Brillenmodelle in den verschiedensten Accessoire-Kollektion gesehen – egal ob in Paris, London, Tokio oder Madrid. Auch Designer wie Tom Ford haben sich den Fliegerbrillen angenommen, sind aber weniger weit gegangen als beispielsweise die Sportartikelhersteller, die die Brille einfach nur mit dicken Rahmen ausstatteten und knallbunt anmalten.

Lagerfeld und Ford – deren Sonnenbrillen-Kollektionen sich stark ähneln – gehen da einen wesentlich klassischeren Weg. Zwar verwenden auch sie breite Rahmen für die Fliegerbrillen – farblich bleibt aber alles „down to earth“. Statt sattem Rot, Gelb oder Grün werden dunkle Töne verwendet. Grau, Braun oder Schwarz sind bei Lagerfeld die Garanten für Höchstmaß an Klasse und Eleganz. Auch das Material ist nicht einfach nur billiger Kunststoff, sondern Acetat. Natürlich ist Acetat auf dem ersten Blick kaum vom Kunststoff zu unterscheiden, aber es ist dennoch ein Naturprodukt. Das Tollste an der aktuellen Version der Sonnenbrillen ist aber ihre Ausstrahlung. Weil Lagerfeld in seinen Auftritten die selben Modelle wie in seiner Kollektion trägt, strahlen die hübschen Begleiter nicht nur Stil und Erfolg aus, sondern Authentizität. Wer also noch schnell die passende Sonnenbrille für den Winter (oder natürlich den Spätsommer und Herbst) sucht, sollte sich unbedingt einmal bei Lagerfeld umschauen. Vor allem Liebhaber der guten alten Fliegerbrille werden sicher auf ihre Kosten kommen und ein klassisches Modell mit viel Eleganz erstehen können.

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