60 Jahre Pariser Eleganz: Chloé – Die Geschichte einer stilprägenden Marke


Seit über 60 Jahren tragen Frauen aus aller Welt softe Eleganz und feminine Modernität aus Paris – und das nicht nur in Form von sanfter, schmeichelnder Kleidung, sondern auch hinter dem Ohrläppchen oder am Handgelenk in Form eines Duftes, den jeder kennt: Chloé. In sanftem Pastellrosa und mit verspielter Schleife am Flakon steht das Parfum für all das, was auch die Mode Chloés verspricht: Weibliche, unaufdringliche Eleganz für die moderne Frau. Ein Versprechen, das Chloé seit über sechs Dekaden einlöst. Im vergangenen Jahr feierte das Modeunternehmen aus Paris sein 60. Firmenjubiläum. Doch fangen wir ganz von vorne an, an einem Ort, an dem vielleicht kaum einer die Wurzeln eines Pariser Modeimperiums vermuten würde: Im Ägypten der 1920er Jahre. Dort nämlich erblickte Gabrielle Hanoka – so ihr Mädchenname – im Jahre 1921 als Tochter eines Fabrikmanagers für Zigaretten das Licht der Welt. Damals hätte sich wohl kaum einer träumen lassen, dass diese Gaby – wie sie in Abkürzung genannt wird – in Paris eines der führenden Modeunternehmen gründen würde: Chloé.

Die Erfinderin des Prêt-a-Porter

Mit 19 Jahren heiratete Gaby Aghion – wie sie von nun an hieß – Raimond Aghion. Er stammte aus einer wohlhabenden Familie, die durch Baumwollexporte reich geworden war. Gemeinsam emigirierte das Paar 1945 nach Paris. Nur sieben Jahre später gründete Gaby Aghion dort das Modelabel Chloé. Inspiriert vom Pariser Lifestyle und der Bohemian Szene, die sie durch Bekanntschaften mit expressionistischen Schriftstellern in den berühmten Cafés der Stadt kennenlernte, versuchte Gaby Aghion den Flair der Zeit in Frauenmode zu übersetzen, denn – so das Statement von Chloé: Gaby Aghion wollte etwas gegen die steife Formalität der 50er-Jahre-Mode für Frauen setzen und sanfte, feminine Mode kreieren. Und ob ihr das gelungen ist! Chloé nannte diese Kreationen: „Luxury Prêt-a-Porter“. Und so hat die Pariserin mit ägyptischen Wurzeln noch ganz nebenbei das Wort Prêt-a-Porter geprägt, das heute ganz selbstverständlich zum kleinen ABC der Fashionwelt gehört.

Brigitte Bardot, Maria Callas und Grace Kelly trugen Chloé

Nach einer Modenschau 1956 in einem Cafe, im Café de Fleurs in Paris, das bekannt war für seine Stammkundschaft aus dem Künstlermilieu und in dem sich Gaby Aghion auch mit ihrem Geschäftspartner Jaques Lenoir gerne traf, um über weibliche Mode zu debattieren, ging es steil bergauf: Karl Lagerfeld wurde angeheuert – in den 1960ern ein junges, aufstrebendes Talent. Gemeinsam mit anderen jungen Designern hauchte er der Marke ganz eigenenen Pariser Lebensgeist ein. Stars wie Brigitte Bardot, Maria Callas, Jackie Kennedy oder Grace Kelly entdeckten Chloé für ihren Kleiderschrank und besuchten Gaby Aghion in ihrem Store im 7. Arrondisement in Paris – dem Viertel direkt unter dem Eiffelturm, dem Wahrzeichen der Modemetropole an der Seine. Mittlerweile hat Gaby Aghion ihre Modefirma an einen Investor verkauft und sich aus dem Modebusiness zurückgezogen – doch Chloé feiert immer noch unter dem Einfluss von Aghions Spirit Erfolge. 1997 wurde Stella McCartney angeheuert, die der französischen Modemarke einen Hauch von Vintage verlieh. Es folgten Namen wie Phoebe Philo und Hannah Mac Gibbon – seit 2011 ist Clare Waight Keller Creative Director des Pariser Modeunternehmens und wird dessen erfolgreiche Geschichte der Eleganz weiter schreiben – auf ihren Schultern lasten einerseits große Namen wie Karl Lagerfeld und eine super erfolgreiche Firmengeschichte, andererseits weiß Claire Waight Keller den romantisch-femininen Spirit der gesamten Firma hinter sich, wie ihn einst Gründern Gaby Aghion imaginierte. Dass diese Vision längst nicht ausgeträumt ist, zeigen neue Star-Kunden, die der Marke treu bleiben. Denn neue Stilikonen haben die Nachfolge von Bardot, Callas und Jackie Kennedy angetreten: Heute kaufen Jessica Alba, Kirsten Dunst oder Clémence Poésy bei Chloé ein. Sie haben sich verliebt in französische Softness und Pariser Bohemian Style.

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